Warum die thermische Belastung die Nennleistung übersteigt: Berücksichtigung der Dioden-Effizienz, Spleißverluste und Gehäuse-Wärme
Die meisten Faserlasersysteme schaffen es, etwa 30 bis 40 Prozent ihrer elektrischen Eingangsleistung in tatsächlich nutzbares Licht umzuwandeln, wobei der verbleibende Teil als Wärme verloren geht, wie dem Laser Systems Report aus dem Jahr 2023 zu entnehmen ist. In der Praxis bedeutet dies, dass die thermische Belastung oft etwa das 1,2- bis 1,5-fache dessen beträgt, für das der Laser ausgelegt ist. Warum? Nun, grundsätzlich gibt es drei Hauptursachen für diese Situation. Erstens sind die Dioden selbst alles andere als effizient und verschwenden zwischen 40 und 50 Prozent der zugeführten Energie. Zweitens verlieren die optischen Verbindungen jeweils weitere 3 bis 5 Prozent, wenn Bauteile miteinander verbunden werden. Und schließlich dürfen all die unterstützenden Komponenten wie Stromversorgungen und Steuereinheiten nicht vergessen werden, die ebenfalls zur Wärmeentwicklung beitragen. Betrachten Sie beispielsweise ein Standard-Faserlasersystem mit 1,5 kW. Solche Anlagen können tatsächlich bis zu 2,25 kW an Wärme erzeugen, was erklärt, warum geeignete Kühlungslösungen unbedingt erforderlich sind. Ohne angemessenes Wärmemanagement treten Probleme wie Wellenlängenverschiebungen auf oder – noch schlimmer – die Dioden versagen vorzeitig, bevor ihre erwartete Lebensdauer erreicht ist.
Sicherstellung der Strahlqualität durch präzise Temperaturregelung
Wie ±0,3 °C Stabilität thermische Linsenwirkung und die Verschlechterung des Strahlparameterprodukts (BPP) verhindert
Die Aufrechterhaltung einer stabilen Temperatur innerhalb eines Bereichs von ±0,3 °C ist entscheidend, um eine gute Strahlqualität bei den Hochleistungs-Faserasern zu gewährleisten, mit denen wir täglich arbeiten. Wenn die Temperaturen diesen Bereich überschreiten, bilden sich thermische Gradienten über die optischen Komponenten. Diese Gradienten verursachen Linseneffekte, die den Strahlverlauf stören und das Strahlparameterprodukt (BPP) um bis zu 30 % erhöhen können. Wie jeder, der schon einmal mit Laserschneiden gearbeitet hat, weiß, bedeutet ein höheres BPP größere Fokusflecken und eine geringere Energiedichte an der Schnittstelle, was natürlich die Genauigkeit unserer Schnitte beeinträchtigt. Betrachten wir speziell die Luft- und Raumfahrtfertigung – hier sind Spaltbreiten unter 20 Mikrometer Standard. Jede thermische Drift führt in diesen Anwendungen zu Materialverschwendung und unerwarteten Produktionsausfällen. Deshalb sind aktive Kühlsysteme so wichtig. Sie helfen, die durch Diodenunwirksamkeiten und jene lästigen Spleißverluste erzeugte Wärme abzuleiten, die beide maßgeblich zu thermischen Instabilitäten beitragen.
Durchflussmenge, Druck und Kühlmitteleignung: Abstimmung der Leistung des Faserlaserkühlers auf die Anforderungen des OEM-Kopfes
Die richtige Wahl des Kühlers für ein Lasersystem bedeutet, ihn exakt an die vom OEM für die Hydraulik vorgegebenen Spezifikationen anzupassen. Bei 6-kW-Lasern speziell führt ein Durchfluss von weniger als 8 bis 10 Litern pro Minute oft zu Hotspots in den empfindlichen Verstärkerfasern. Umgekehrt besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Dichtungen des Laserkopfs bei einem Druck über 6 bar anfangen zu lecken. Was ist mit dem Kühlmittel selbst? Auch das ist wichtig. Die meisten Anwender stellen fest, dass eine Mischung von Ethylenglykol mit etwa 30 % Anteil am besten wirkt, da dies das Wachstum von Mikroben verhindert, ohne die Flüssigkeit zu zähflüssig zu machen. Ein pH-Wert zwischen 7,0 und 8,5 hilft zudem, Korrosionsprobleme langfristig zu vermeiden. Große Hersteller lassen ihre Kühler in der Regel 2.000 Stunden lang beschleunigten Tests unterziehen, bevor sie in Verkehr gebracht werden. Nehmen Sie beispielsweise die ZIBO LIZHIYUAN M-Serie – diese haben sich als kompatibel mit IP54-geschützten Laserköpfen erwiesen. Vergessen Sie auch nicht, die Leistungskurven des Kühlers mit den tatsächlichen Laserspezifikationen abzugleichen. Selbst geringfügige Abweichungen bei Durchflussraten, manchmal nur 3 %, können in der Praxis die Strahlqualität um bis zu 15 % reduzieren.
Luftgekühlte vs. wassergekühlte Faserlaser-Kühler: Leistungsbezogene Auswahlkriterien
Wann luftgekühlte Faserlaser-Kühler sinnvoll sind (<3 kW) – und wann sie Instabilität oder vorzeitigen Ausfall riskieren
Luftgekühlte Faserlaser-Kühler bieten eine kostengünstige, wartungsarme Lösung für Systeme bis zu 3 kW. Mithilfe von ventilatorbetriebenen Verflüssigern entfällt der Wasserverbrauch und die Installation wird vereinfacht – ideal für platzbeschränkte oder mobile Anlagen. Zu den Vorteilen zählen:
- 40–50 % geringere Anschaffungskosten im Vergleich zu wassergekühlten Geräten
- Keine Rohrleitungsanforderungen und kein Wasserverbrauch
- Einfache Bereitstellung an mehreren Maschinen
Ihre Wärmeabfuhrkapazität sinkt jedoch bei Leistungen über 3 kW, wo die thermische Belastung unter Berücksichtigung von Unwirksamkeiten 4,5 kW überschreitet. Diese Begrenzung führt zu Temperaturschwankungen jenseits von ±0,8 °C und erhöht das Risiko von:
- Beschleunigtem Degradieren der Dioden durch anhaltende Überhitzung
- Strahlverzerrung aufgrund unkontrollierter thermischer Linseneffekte
- Kompressorüberlastung in umgebungsheißen Bereichen
Für Laser über 3 kW bieten wassergekühlte Kühlsysteme eine um 30–50 % bessere thermische Stabilität (Rigid HVAC, 2024). Sie halten während längerer Betriebszeiten eine konstante Kühlmitteltemperatur aufrecht, schützen die Optik und gewährleisten eine stabile BPP – was die höhere Investition in industriellen Anwendungen rechtfertigt.
Bewährte Faserlaser-Kühlsystemmodelle nach Leistungsklasse: Von kompakten M160 bis zu industriellen 6 kW+-Systemen
ZIBO LIZHIYUAN M160, M300 und M600 Serie: Verifizierte Leistung, Skalierbarkeit und Bereitschaft für Systemintegration
Die ZIBO LIZHIYUAN-Serie wurde speziell für unterschiedliche Leistungsstufen entwickelt und hat in verschiedenen industriellen Anwendungen eine hervorragende Temperaturüberwachung gezeigt. Im Einzelnen: Der M160 arbeitet optimal mit Lasern zwischen 1 und 3 kW und bietet dabei eine Kühlleistung von 3,9 kW. Für größere Anlagen kann der M300 Systeme von 3 bis 6 kW bei einer Kapazität von 7,8 kW bewältigen. Wenn es ernst wird, übernimmt der M600 mit über 13 kW Kühlleistung für Anwendungen über 6 kW. Praxisnahe Tests zeigen, dass diese Geräte über eine Sicherheitsreserve von etwa 30 % verfügen, wodurch hitzebedingte Probleme um rund 37 % reduziert werden. Die Temperaturstabilität bleibt bei allen Modellen innerhalb von ±0,3 °C, was entscheidend ist, um Laserstrahlen präzise fokussiert zu halten. Zudem sind sie mit standardmäßigen RS-485/Modbus-Schnittstellen ausgestattet, sodass die Integration in bestehende Systeme problemlos gelingt. Aufgrund ihres modularen Aufbaus können Unternehmen ihre Kühlfähigkeiten einfach erweitern, wenn sich ihre Anforderungen an Laserleistung erhöhen, ohne den Betrieb während Upgrades vollständig stilllegen zu müssen.
FAQ
Warum ist die thermische Belastung höher als die Nennlaserleistung?
Die thermische Belastung liegt aufgrund der Unwirksamkeit der Dioden, optischer Spleißverluste und zusätzlicher Wärme, die von unterstützenden Komponenten erzeugt wird, über der Nennleistung, wodurch die thermische Belastung insgesamt die Ausgangsleistung übersteigt.
Welche Empfehlung gilt für die Dimensionierung der Kühlleistung bei Faserasern?
Der Multiplikator von 1,2–1,5 sorgt für eine zuverlässige Kühlung über gängige Leistungsklassen von Faserasern hinweg und hilft, thermische Abschaltungen zu vermeiden sowie die Temperaturstabilität aufrechtzuerhalten.
Wann sollten wassergekühlte Kühler gegenüber luftgekühlten bevorzugt werden?
Wassergekühlte Kühler sollten für Systeme über 3 kW bevorzugt werden, da sie eine bessere thermische Stabilität bieten und höhere Wärmeabgabe bewältigen können als luftgekühlte Kühler.
Wie wirkt sich die Temperaturstabilität auf die Strahlqualität aus?
Durch die Aufrechterhaltung der Temperaturstabilität innerhalb von ±0,3 °C werden thermische Linseneffekte und eine Verschlechterung des BPP vermieden, wodurch eine hohe Strahlqualität und Präzision bei Laseranwendungen gewährleistet bleibt.